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Was Digital-Marketing 2025 anders macht

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das Gesicht einer Frau mit lila und weißen Grafiken, die durch ein Interface hindurchschaut, Symbolbild für Digitales Marketing

Digitales Marketing wurde lange Zeit als kleiner Bruder „richtiger“ Marken- und Kommunikationsarbeit verlacht. Below-the-line wurde die Sammeldisziplin noch vor Jahren genannt und in einen Topf mit Postwurfsendungen gepackt. Dass Digitalmarketing heute fundamental definiert, was Marketing ist, ist die eine Wahrheit. Aber es gibt noch eine: Denn als Marketing-Teildisziplin muss es Organisationen langfristig helfen, Markenbildung sinnvoll voranzutreiben statt nur die nächste sprichwörtliche digitale Sau durchs Dorf zu treiben.

Digitales Marketing: Eine Disziplin kommt in die Jahre

Digitales Marketing ist heute der Normalfall, wie Unternehmen sich komerziell nach außen präsentieren. Das war nicht immer so. Seit seinen frühen Jahren war es als Unterkategorie des Marketings immer ein Sonderfall mit eigenen Regeln. Als das Internet in den 1990ern und frühen 2000ern seinen Siegeszug antrat, bewies sich schnell die kommerzielle Kraft der neuen, digitalen Technologien. Startete Digitalmarketing zunächst noch mit eher klassischen Tools wie Newsletter-Marketing, hat es spätestens mit der Verbreitung von Smartphones die Spielregeln zwischen Marken und Verbraucher:innen grundlegend verändert. 

Menschen verbringen immer mehr Zeit online, sei es in sozialen Medien, bei der Suche nach Informationen oder beim Einkaufen. Unternehmen verstehen heute, dass sie die Vielfalt digitaler Kanäle nutzen müssen, um Zielgruppen effizient und effektiv zu erreichen. Die Möglichkeiten zur gezielten Ansprache, Messung von Kampagnenerfolgen und Anpassung von Strategien in Echtzeit machen digitales Marketing heute zum Dreh- und Angelpunkt moderner Marketingstrategien. Aber: der zunehmende Ausbau digitaler Technologien sorgt auch dafür, dass Marketing immer mit Blick auf die nächsten Innovationskurven geplant und gedacht werden muss. Das neue Normal ist ein Prozess ständiger Weiterentwicklung.

Was ist Digitalmarketing?

Digitales Marketing ist ein Teilbereich des Marketings, der sich auf die Nutzung digitaler Kanäle und Technologien konzentriert, um Produkte, Dienstleistungen oder Marken zu bewerben und mit Zielgruppen zu interagieren. Es ergänzt traditionelle Marketingmethoden durch die Möglichkeiten, die das Internet und digitale Medien bieten, um eine umfassendere und effektivere Marketingstrategie zu entwickeln.

Seit den Anfängen hat digitales Marketing enorm an Bedeutung gewonnen. Mit dem Aufkommen des Internets und der zunehmenden Verbreitung von Smartphones hat sich das Verbraucherverhalten grundlegend verändert. Menschen verbringen immer mehr Zeit online, sei es in sozialen Medien, bei der Suche nach Informationen oder beim Einkaufen. Unternehmen haben erkannt, dass sie diese digitalen Kanäle nutzen müssen, um ihre Zielgruppen effektiv zu erreichen und mit ihnen zu interagieren. Die Möglichkeiten zur gezielten Ansprache, Messung von Kampagnenerfolgen und Anpassung von Strategien in Echtzeit machen digitales Marketing zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Marketingstrategien. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Technologien und Plattformen sorgt dafür, dass digitales Marketing immer komplexer und vielfältiger wird, was seine Bedeutung weiter steigert.

Begriffsabgrenzungen:

Zu oft werden Digital- und Online Marketing identisch benutzt. Dabei beschreiben sie zwei unterschiedliche Konzepte:

  • Online-Marketing: Online-Marketing bezieht sich auf Marketingmaßnahmen, die über das Internet durchgeführt werden, um Produkte oder Dienstleistungen direkt zu verkaufen. Es umfasst Strategien wie Suchmaschinenmarketing (SEM), Suchmaschinenoptimierung (SEO), Content-Marketing, Social-Media-Marketing, E-Mail-Marketing und Affiliate-Marketing.
  • Digital Marketing: Digital Marketing ist ein umfassenderer Begriff, der alle Formen des Marketings umfasst, die digitale Technologien nutzen. Neben Online-Marketing schließt es auch Mobile Marketing, Display-Werbung, Video-Marketing, Influencer-Marketing, Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) sowie digitales Radio und Fernsehen ein.
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Digitale Marketing Tools

Digitale Marketing-Tools ändern sich ständig und entwickeln sich rasant weiter. Unternehmen müssen deshalb immer am Ball bleiben, um mithalten zu können. Diese Tools arbeiten oft Hand in Hand mit anderen Marketingmethoden und sorgen für eine runde Strategie. Im Wesentlichen kann man die meisten Tools in folgende Kategorien einteilen:

  • Suchmaschinen-Marketing (SEA & SEO):

    • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Optimierung der Website und Inhalte für organische Suchergebnisse.
    • Suchmaschinenwerbung (SEA): Bezahlte Suchanzeigen, meist über Google Ads, um sofortige Sichtbarkeit zu erreichen.
 
  • Content- und Inbound-Marketing:

    • Content-Marketing: Erstellung und Verbreitung wertvoller Inhalte, um eine Zielgruppe anzusprechen und zu binden.
    • E-Mail-Marketing: Direkte Kommunikation mit Kunden durch personalisierte E-Mails und Automatisierung von Kampagnen.
 
  • Social-Media-Marketing:

    • Organische Social-Media-Strategien: Nutzung von Plattformen wie Facebook, Instagram, LinkedIn und X zur Interaktion und Markenbildung.
    • Bezahlte Social-Media-Werbung: Einsatz von Paid Ads auf sozialen Netzwerken zur Reichweitensteigerung und Zielgruppenansprache.
 
  • Partnerschafts- und Empfehlungsmarketing:

    • Affiliate-Marketing: Kooperation mit Partnern, die Produkte oder Dienstleistungen gegen Provision bewerben.
    • Influencer-Marketing: Zusammenarbeit mit einflussreichen Personen in sozialen Medien für authentische Empfehlungen und größere Reichweiten.
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360° Content Marketing

Was macht Digital Marketing eigentlich so anders?

Lange Zeit wurde digitales Marketing entweder als der Wilde Westen des Marketings oder als einfach ein weiterer Kanal betrachtet. Auch wenn es hier immer Grauzonen gibt, in denen diese Beschreibung stimmt, ist die Charakteristik von Digitalmarketing fundamental anders als die des klassischen Marketings. Fünf Herausforderungen fallen uns immer wieder auf:

Digital ist kein Silo sondern Teil von allem:

Digitalmarketing kann als Silo gedacht werden (beispielsweise im Sinne einer isolierten Instagram-Präsenz) ist aber normalerweise kein isolierter Bereich. Es wirkt am besten, wenn es nahtlos in die gesamte Marketingstrategie integriert und Teil von allem ist. Es durchdringt alle Ebenen und Kanäle, von Social Media über E-Mail bis hin zu Content Marketing und spielt auch in klassischen Umfeldern mittlerweile eine wesentliche Rolle.

Die technische Basis ist absolut wesentlich:

Im Gegensatz zum traditionellen Marketing erfordert Digitalmarketing eine solide technische Infrastruktur. Diese Basis kann sowohl kostspielig als auch zeitaufwändig in der Implementierung und Wartung sein. Von der Website-Optimierung über Marketing-Automatisierungstools bis hin zu Data Analytics – die technischen Anforderungen sind komplex. Gerade in Sachen eigener Führbarkeit von digitalem Marketing muss Aufbau und Mangagement von Technologie einen wesentlichen Teil der eigenen Strategie bilden.

Digitalmarketing erfindet sich ständig neu:

Die digitale Landschaft ist in ständigem Wandel. Neue Plattformen, Technologien und Trends entstehen kontinuierlich und schaffen ständig neue Touchpoints und Interaktionsmodi. Bestes Beispiel: Die immer noch neue Welt generativer AI, die als eigenständige digitale Technologie alle Lebensbereiche durchdringt und im Marketing revolutioniert. Von der Arbeitszeitplanung von Freelancer:innen bis hin zu Design und Filmproduktion erfindet sich einmal mehr eine ganze Branche neu.

Digitalmarketing ist deshalb fundamental strategisch:

Aufgrund seiner Komplexität und Dynamik erfordert Digitalmarketing eine eigene, dedizierte Strategieformel. Es reicht nicht aus, lediglich traditionelle Marketingprinzipien auf digitale Kanäle zu übertragen. Stattdessen müssen Unternehmen gezielt digitale Strategien entwickeln, die auf Daten, Technologien und einem tiefen Verständnis von User Journeys und Content-Wirkweisen basieren. Alles daran hat in seiner Komplexität strategischen Rang. 

Digitalmarketing Pläne müssen strategisch synchronisiert sein:

Wesentlich dabei: Wie integriert man klassische Marketingstrategien mit digitalem Marketing? Hier wurden in den letzten Dekaden viele Fehler gemacht, die bei vielen Unternehmen zu einem Disconnect beider Welten führten. Moderne Marketing-Digitalstrategien müssen deshalb den Link zu beiden Welten schaffen: Technik und Marketing, um zusammenzubringen, was heute zusammengehört.

Google Brands x tiktok Brands

Google-Marken und TikTok-Marken verfolgen unterschiedliche Strategien, um ihre Zielgruppen zu erreichen und zu binden. Bei superspring unterscheiden wir zwischen den unterschiedlichen digitalen Markenführungslogiken in diesen beiden Welten. 

Google-Marken operieren innerhalb bestehender Suchfelder und nutzen die immense Reichweite und die Unmenge an Traffic, die über die Suchmaschine generiert wird. Sie setzen stark auf SEO, Google Ads, YouTube, Performance Marketing und – künftig – auch auf Google Search Generative Experiences, um ihre Sichtbarkeit zu maximieren. Durch gezielte Suchmaschinenoptimierung erscheinen sie in den organischen Suchergebnissen, während Google Ads gezielte Werbeanzeigen direkt vor den relevanten Augen platzieren. YouTube bietet dabei eine Plattform für umfassende Video-Inhalte, die das Engagement fördern und die Markenbotschaft verstärken. Performance Marketing hilft, durch datengetriebene Ansätze die Effizienz der Kampagnen kontinuierlich zu verbessern.

Im Gegensatz (und oft in Ergänzung) dazu wollen TikTok-Marken aktiv Nachfrage in sozialen Medien aufbauen. TikTok ist hier selbstverständlich nur ein Beispiel. Instagram und Snapchat sind andere Touchpoints in der Kommunikationsstrategie von tiktok Brands. Diese Brands haben oft einen anderen Fokus und nutzen einen anderen Mix an Tools und Touchpoints. Sie werden oft nicht explizit gesucht, sondern wollen mit kreativen und bezahlten Inhalten in den Feeds der Nutzer auftauchen. Organische Content-Aktivierung spielt in der Welt von tiktok Brands fast keine Rolle mehr. Denn tatsächlich ist Sponsored Content always-on omnipräsent. Für die Aussteuerung von Inhalten zu bezahlen, ist völlig normal. Gleich, ob mit Sponsored Ads oder mit Influencer:innen.

Während Google-Marken in bestehenden Suchfeldern florieren und von der etablierten Suchintention profitieren, müssen TikTok-Marken innovativ und auffällig sein, um in den Feeds der Nutzer wahrgenommen zu werden. Beide Ansätze haben ihre eigenen Herausforderungen und erfordern maßgeschneiderte Strategien, um erfolgreich zu sein. Die Wahl der richtigen Plattform und die Anpassung der Marketingstrategie an deren spezifische Mechanismen sind entscheidend für den Erfolg einer Marke in der heutigen digitalen Landschaft. 

Zum Weiterlesen:

Marken führen in Echtzeit: Wie Interaktionsdaten die Markenführung reicher machen“ ist der Titel des superspring-Beitrags zu Prof. Andreas Baetzgens Marketing-Standardwerk „Brand Planning. Neue Strategien für Marken und Kampagnen. Viele tolle Kolleg:innen haben neben uns an diesem Buch mitgearbeitet, das wir uneingeschränkt empfehlen wollen. Mehr dazu hier >

Gerald Hensel

Managing Partner

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